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Kronen Zeitung

vor 13 Stunden
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„WM EIN TODESSTERN“

Presse hat Infantinos „Trumpsche Geschwafel“ satt

krone Sport

Als „Trumpsches Geschwafel“ bezeichnete die englische Zeitung „The Independent“ Gianni Infantinos Presse-Auftritt im Vorfeld des WM-Auftakts, „The Athletic“ meinte hingegen, das Turnier gleiche einem Todesstern. Der allgemeine Tenor: Viele Freunde wird sich der FIFA-Präsident in den kommenden Wochen nicht machen ...


Anders als 2022, als Infantino im Vorfeld der WM in Katar bei einer Rede meinte, er fühle sich afrikanisch, homosexuell, behindert und als Arbeitsmigrant, verzichtete er diesmal zwar auf Aussagen dieser Art, in der internationalen Presse bekam der gebürtige Schweizer dennoch sein Fett ab.

„Kleine Hürden“ für den FIFA-Boss
„Der Gedanke kam auf, dass es vielleicht tatsächlich unmöglich sei, dass die Zugeständnisse, die Reibungen und die menschlichen Kosten bereits eine unsichtbare Schwelle überschritten hätten, dass es, wenn es soweit ist, kein Zurück mehr von dieser brisanten Weltmeisterschaft geben wird, die einem Todesstern gleicht, keine Rückkehr in die Zeit vor dem Weltuntergang. Für Infantino sind das jedoch alles nur Diskussionspunkte, kleine Hürden, die es auf dem Weg zu unserer glorreichen FIFA-Zukunft zu überwinden gilt“, heißt es etwa in „The Athletic“.

Bild: AP/Evan Vucci

„The Independent“ schrieb: „Gianni Infantinos Trumpsches Geschwafel ist ein chaotischer Start in die Weltmeisterschaft. All dies verdeutlichte nur, wie sehr Infantino im Umfeld von Trump verankert ist, bis hin zu dem Punkt, an dem er tatsächlich wie dieser klingt. Er kann alles sagen. Ernsthafte Einwände werden nicht zugelassen. Infantino hatte seit drei Jahren keine richtige Pressekonferenz mehr abgehalten, und man hat leicht den Eindruck, dass dies immer noch nicht der Fall ist.“

Auch aus Mexiko, der Schweiz und zahlreichen weiteren Ländern hagelte es Kritik an dem Funktionär, dem Turnier und dem Fußball-Weltverband im Allgemeinen. Dass die WM unter anderem in den USA stattfindet, stößt vielen Fans sauer auf. Horrende Ticketpreise, der Krieg mit dem Iran und Trumps Selbstinszenierung inklusive FIFA-Friedenspreis missfällt Großteil der Fußball-Begeisterten. 

Eröffnet wird die Weltmeisterschaft am Donnerstagabend mit dem Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika (21 Uhr). Die USA haben in der Nacht auf Samstag ihren ersten WM-Auftritt, die Truppe von Mauricio Pochettino trifft auf Paraguay. Rot-Weiß-Rot startet kommenden Mittwoch gegen Jordanien ins Turnier. 


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