
Kronen Zeitung
TRAGISCHER HINTERGRUND
Emotionalster Jubel: Diese Tränen sprechen Bände!
Große Emotionen in der 67. Minute des WM-Auftaktspiels zwischen Mexiko und Südafrika: Nach seinem Treffer zum 2:0-Endstand rollten Mexiko-Routinier Raul Jimenez Tränen über die Wangen. Wem er das Tor widmete, stand für den 35-Jährigen außer Frage ...
Der Jubel im Aztekenstadion von Mexiko City war schier grenzenlos, als Jimenez in der 67. Minute seinen Bewachern davongehuscht war und schließlich den zweiten Treffer für Co-Gastgeber Mexiko erzielt hatte. Es war die Vorentscheidung im Auftaktspiel und dass ausgerechnet der erfahrenste Kicker im Kader von „El Tri“ erfolgreich war, machte den Treffer noch besonderer.
129 Einsätze für das Nationalteam hat Jimenez nun absolviert und ausgerechnet im Auftaktspiel der Heim-WM auch sein erstes WM-Tor erzielt. Der Fulham-Kicker streckte beide Arme gen Himmel, hatte Tränen in den Augen – das Tor widmete er seinem Vater, der erst kurz vor der WM verstorben ist. Der traurige Hintergrund eines bewegenden Moments.
Leben hing am seidenen Faden
Aber auch ein weiterer Hintergrund macht die Geschichte besonders. Denn, dass Jimenez überhaupt noch auf dem Rasen stehen kann, ist nicht selbstverständlich. Im November 2020 war er in einem Premier-League-Match für Wolverhampton mit Arsenals David Luiz zusammengeprallt. Jimenez verlor das Bewusstsein und sein Leben hing am seidenen Faden.
Wegen eines Schädelbruchs und Verletzungen am Gehirn musste er notoperiert werden. Glücklicherweise konnte sich der Routinier wieder vollständig erholen und sich nun auch noch sein großes Ziel von einem Treffer bei der Heim-WM erfüllen. „Ich bin sehr glücklich und freue mich, diesen Traum leben und hier stehen zu dürfen“, zeigte sich Jimenez anschließend überwältigt. Mal sehen, welche Ausmaße sein WM-Märchen noch annehmen kann.
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